Das Limonaden-Projekt

Das Limonaden-Projekt

Seit ich letztes Jahr ein paar Tage in Moskau war, bin ich Fan von frisch zubereiteten Erfrischungs-getränken. Es war heiß im Juli, wir erlebten einen Temperatursprung von ein paar 20 Grad in Riga auf 34 Grad in Moskau. Da waren diese Getränke doppelt lecker!

Limo_Moskau

Die Inspirationen von dort wollte ich in ein Buch packen, sprich, ein kleines Kochbuch daraus machen – aber ich fand keinen Verlag. „Die Produktionskosten …“ „Der Titel passt nicht in die vorgegebene Reihenstruktur …“ Dieses und Ähnliches bekam ich zu hören und ließ mich davon ausbremsen.

Seitdem sitzt das Projekt in meinem Kopf und will immer noch raus. Eigentlich – Self-Pub sei Dank –kann ich‘s ja auch komplett selber machen, denkt der Kopf inzwischen. Ich kreiere einfach meine eigenen Reihen!

Damit gesellte sich der Wunsch dazu, das Kochbuch auch zu illustrieren, eigene Fotos unterzubringen, denen eine Heimat neben dem Ordner „Fotos“ im PC zu geben.

Aber seit ich mich intensiver über Limonaden informiere, greift das Thema um sich:
– Was ist Limonade?
– Wie lange gibt es sie schon?

Die alten Römer haben Wasser mit Essig getrunken – wir tun das heute auch wieder; es soll ja gesund sein, und es schmeckt!

Die Limonade, wie wir sie kennen, wurde – vielleicht – in England erfunden (als Lemon Squash). Gleich treten Bilder aus alten Südstaaten-Filmen vor mein inneres Auge: Die Haussklavin präsentiert den schwitzenden weißen Herren und Damen einen eiskalt beschlagenen Krug mit Zitronenwasser. Ganz einfach und sehr effektiv! Nicht die Sklavin – hab ja keine, sondern das eisige Limo.

Nährbier! Das brachte immer der Nikolaus – ich habe es geliebt und trinke es manchmal noch, wenn ich wo eins bekomme. Zum Erstaunen der anwesenden Kinder, für die es eigentlich gedacht ist.

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Heute heißt Limonade Softdrink (wobei man zumindest in Bayern immer noch gerne Limo sagt) und wird industriell hergestellt, meist mit vielen Zusatzstoffen, viel Zucker und künstlichen oder naturidentischen Aromen. Fritz-kola und Bionade haben eine andere Richtung eingeschlagen – das will ich mit dem Büchlein auch. Eine ganz andere: Das Selbermachen propagieren!

Aber – siehe oben – das Projekt verändert sich, neue Aspekte schleichen sich ein, die Historikerin drängt sich neben die Kochbuchredakteurin: Ich könnte auch Features zu Einzelaspekten schreiben und alte Rezepte wie Essigwasser neu „erfinden“, Geschichten recherchieren:
– Die Berliner Weiße und die Fassbrause
– Radler und Konsorten wie Alsterwasser, Potsdamer, Almdudler und wie sie alle heißen.
– Kennt Ihr Mors? Das ist auch was Feines!
– Und wie macht man die Zutaten, die man für ein Limo so braucht? Sirupe aller Art vor allem.

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„Schritt für Schritt“ habe ich im World-Café bei der Bücherfrauen-Tagung am Wochenende gerade gelernt – dieser Blogbeitrag soll der erste sein.

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